Montag, 19. Mai 2008

Das Naheland als mediterranes Highlight der Flora und Fauna

Eigentlich vermutet man es nicht, dass hier mediterran zugeht. Ja sicherlich gibt es viele Weinberge, dafür ist die Gegend ab Bonn? oder doch schon Köln? ja nun berühmt, doch dass es doch so eine Vielfalt an Blumen, Kräutern und Arten geben soll...

Am Wochenende war ich wieder auf Kräuterwanderung und schon jetzt, zu dieser Jahreszeit habe ich so viel entdeckt, mitgebracht und gesehen.
Nur auf dem Kuhberg bin ich gewandert, wenn ich ehrlich bin, findest man schon die ersten 100 Meter alles was das Herz begehrt.
Aber klar, natürlich wollte ich auch einen langen Spaziergang unternehmen, so wanderte ich vom Kuhberg zur Gans und wieder zurück. Das Wetter war eher bescheiden, denn ich kam zweimal in einen längeren Regenschauer. Doch es war warm und nach jedem Regen wurde ich mit wohltuender, wärmender Sonne entschädigt.


Ich fange bewusst mit den giftigen Pflanzen an, denn alle darauf folgenden nichtgiftigen können wunderbar für Salate und Quarkspeisen etc. eingesetzt werden.
Was sofort ins Auge fällt, der Ginster blüht.

Wenn man genau hinschaut, entdeckt man auch Zwergginster, der eigentlich doch schon eher selten anzutreffen ist. Die Blüten vom Ginster sind NICHT essbar, er gehört zu den wenigen giftigen Pflanzen.











Ein wenig weiter entdecke ich eine weitere, etwas giftige Pflanze, die oft auch im Blumengeschäft verwendet wird, das Schleierkraut. Es blüht zur Zeit überall.






Das Schöllkraut, dass bis zum Oktober blüht, ist ebenfalls zu sehen. Es ist giftig, wird aber in der Naturheilkunde erfolgreich eingesetzt. Die verschiedenen Alkaloide, Flavone und Bitterstoffe wirken vor allem auf Leber und Galle. Bei innerer Anwendung, zum Beispiel als Tee, fördern die Inhaltsstoffe den Gallefluss, regen die Leberfunktion an und haben eine entkrampfende Wirkung.
Den Gamander- Ehrenpreis fand ich schnell, er dient der Naturheilkunde bis heute zur inneren und äußeren Behandlung als Heilmittel. Das bitterlich herb und etwas balsamisch schmeckende Kraut wird mit den Blüten gesammelt. „Ihm sei Ehr und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel“. Aber Vorsicht, die Blüten können halluzinogene Wirkungen hervorrufen.

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