Dienstag, 15. April 2008

ToskaNahe Zweiter Tag

Unser nächster Tag, Samstag...
begann so angenehm wie der Freitag aufhörte. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet stärkte uns ausreichend für unseren bevorstehenden Nordic Walk.
Um 11 ging es los.

Die Stöcke wurden gespannt, gestellt, getauscht und geprobt. Alles festgezurrt, die Schnürsenkel doppelt gezurrt, die Regenjacke verstaut und der Rucksack gepackt auf den Rücken gespannt. Eine erste ausführliche Instruktionen in Sachen DNV NORDIC ALFA-Technik durch unseren Ausbilder und Diplomsportlehrer Jens Werner und schon ging es gemeinsam los durch das herrliche Nahetal.

Zwischendurch mal hier mal da eine kleine Pause und weiter ging es, durch die grandiose Natur, den Eichenwäldern, entlang felsiger Wege, über Bäche und Wiesen...

Nach ausgiebigem Nordic Walk dann die ersehnte Pause, ein besonderes Kochevent unter freiem Himmel, ausgerichtet und angerichtet durch das bekannte Weingut Christian Spohr, aus Worms.
Unter dem Motto „gemeinsam kochen – zusammen essen“

bereiteten wir zu, schibbelten und putzten Gemüse, schnitten Käse, Tomaten, Kräuter, Paprika... und Brot, grillten Pute und leckeren Lachs und genossen bei Sekt und erlesenem Wein mediterrane Köstlichkeiten, untermalt durch klassischer Musik und den Gesängen vieler Vögel der Umgebung.

Dann der Aufbruch, alles wieder festzurren und den Rucksack nicht vergessen.... machten wir uns auf den Weg, Richtung Crucenia Therme und dessen einmaligen „Toten Meer Salzgrotten“. Entspannung pur, genau richtig für den sehr anspruchsvollen Tag.
Loslassen, genießen und einfach nur mal sein...

Schon recht spät, die Rückkehr ins Hotel. Die wohltuende Dusche, fertig machen für den Abend, ein kurzes aber erholsames Verschnaufen, ganz allein zu sich kommen.

Wenig später trafen wir uns im historischen „Fausthaus“. Das historische Faust-Haus liegt im Herzen der Bad Kreuznacher "Neustadt".
An genau dieser Stelle soll dereinst im 15. Jahrhundert jenes Haus gestanden haben, das den sagenumwobenen Magister Faust, den späteren Doktor Faustus beherbergte.

Das bekannte und traditionsreiche Familienunternehmen und Weingut Korrell, Johanneshof, gab sich die Ehre für eine Weinprobe der Extraklasse.

Bei Familie Korrell steht das Familienleben an erster Stelle und das bemerkten wir durchaus. Mit Feingefühl, Harmonie und Liebe führte uns Herr Korrell (Senior) persönlich durch seine exzellenten und sehr berühmten Weine aus der Naheregion.

Für den Geselligen Abend ließ sich Jens Werner wieder etwas ganz Besonderes einfallen.

Es ging zunächst zur geschichtsträchtigen Nachtwächtertour durch die Bad Kreuznacher Altstadt.

Durch die, von Schauspielern moderierte Nachtwächtertour, erfuhren wir allerhand über den Alchemisten und Gelehrten Dr. Faustus, der im 16. Jhd. in Kreuznach verweilte. Goethe wurde durch ihn inspiriert, sein Werk „Faust“ ist weltbekannt.

Im besonderen Ambiente "unter schwerem Eichen- Gebälk" erlebten wir im „Fausthaus“ einen wunderschönen Abend mit exzellentem 3 Gänge Menü, guten Korell –Weinen und untermalt mit Kreiznacher Geschichten, liebevoll vorgetragen in Kreiznacher Mundart durch Jens Werner selbst.

Montag, 14. April 2008

ToskaNahe Erster Tag



Das ToskaNahe Wochenende in Rheinland Pfalz...

Entlang an der schönen Nahe, rund um Bad Kreuznach und Umgebung mit ihrer wunderbaren Landschaft, umgeben von Rotenfels und Rheingrafenstein, inmitten von Weinbergen und Eichenwäldern, zottigen Schafen, Würfelnatter, Eidechsen und kreisenden Turmfalken und Wanderfalken a là Toskana.

„Nordic Walking“ BewegungsKultour mit Genuss, so nennt es Jens Werner, Diplom Sportlehrer, Ausbilder und 1. Vorsitzender des Deutschen Nordic Walking Verbandes e.V. sowie Eigentümer des DNV- Nordic Fitness Trainings Center Rhein-Nahe.

Ganz in meinem Sinne, denn ich verbinde Gesundheit mit Genuss, Gesundheit muss nicht weh tun, sie tut gut, wenn wir uns einigen Wichtigkeiten bewusst werden, unsere Natur achten, unseren Körper lieben, unsere Mitmenschen tolerieren und die Ruhe in uns zurückkehren lassen um zu genießen.
Wir leben nur einmal im Hier und Jetzt .
Unser Leben gelangweilt vor dem Fernseher zu verbringen ist die gemütliche wenngleich anspruchslose Art, sein Leben an sich vorbei ziehen zu lassen.
Anspruchsvoll wird es erst, wenn der Genuss unsere Gesundheit und umgekehrt, die Gesundheit unseren Genuss fördert. Ergo wir im Einklang mit uns selbst leben, wahrnehmen, und gelassen aber bewusst erleben.
Letztendlich muss unsere gewisse Gleichgültigkeit dem Interesse an Genuss und Gesundheit weichen und Bewegung für Ausgeglichenheit und Zufriedenheit einsteht.

Das ToskaNahe Wochenende findet zum dritten Mal statt und dabei stehen Nordic Walking als Bewegung, Weine der Nahe und regionstypischen Speisen unter dem Zeichen von Genuss und Geselligkeit im Vordergrund.
Ganz im Sinne von „sanitas per motum“ – Gesundheit durch Bewegung- trafen wir uns am Freitag, nachdem wir unsere gemütlichen Zimmer des Landgasthofes Kauzenburg bezogen hatten, zum Sektempfang in der Hotellobby.
Die Meisten kannten sich durch die vorhergehenden ToskaNahe Wochenenden.
Zumal es inzwischen für die Meisten Usus ist, sich im Sommer bei Oskar in der Toskana zum Nordic Walking Urlaub zu treffen. Aber dazu in einem meiner nächsten Ausführungen mehr, denn Oskar Sigrist ist ein Begriff in der Nordic Walking Szene.

Eh ich mich verliere...wo waren wir stehen geblieben, ach ja, beim Sektempfang an der Lobby.
Viele freuten sich, nach langen Wintermonaten endlich auf ein Wiedersehen. Einige neue Gesichter lockerten unsere Gemeinschaft angenehm und geradezu passend auf.


So ging es gemeinsam los, der erste Nordic Walk über die Höhen des Lohrer Waldes bis nach Traisen mit anschließender Einkehr im Weingasthof „Buchenländerhof“.
Der Familienbetrieb, der seit vier Generationen Weinbau betreibt, bewirtschaftet mittlerweile 13 ha Weinberge.
Neben dem Genuss von wohlschmeckenden Weinen und der leckeren regionalen Küche tauchten wir ein in die Welt des Winzerhofes und genossen den schönen Abend in geselliger Runde. Untermalt wurde dieser durch anregenden Vorlesung der Bad Kreuznacher Autorin Gabrièle Brassard.